Go Press & Foil

Unboxing Go Press and Foil

 

Also, jeder der mich kennt weiß, daß ich sofort und auf der Stelle angetriggert bin, wenn es um neues Werkzeug geht. Ich liebe Bastelmaschinen jeder Art – und deshalb war für mich auch völlig klar, daß ich die Go Press unbedingt ausprobieren musste…

Go Press Anleitung deutsch

Go WAS???

Äh… ok, das ist ne Geschichte, von der man  nicht unbedingt schon gehört haben muß, das gebe ich zu – aber alle die Folienakzente mögen, sollten jetzt aufmerksam zulesen!

Zu allererst: nein, die haben das Folieren nicht neu erfunden. ABER die GoPress & Foil ist ein tolles Tool für Folieneffekte und nach anfänglicher Skepsis beim Auspacken hat es mich mittlerweile wirklich überzeugt. Was genau daran so cool ist, erzähle ich Euch gleich, erstmal will ich Euch das gute Stück mal näher zeigen:

Go Press Lieferumfang

Im Paket enthalten ist die abnehmbare Heizplatte mit dem Untergestell zur Stromversorgung, eine Silikonmatte, zum Lagern der aufgewärmten Stanz- und Prägeformen nach Benutzung, eine kleine Zange mit Magnet zum Händeln der Formen und zwei Rollen hitzeaktivierbare Folie, damit man gleich loslegen kann. Prägeformen sind NICHT enthalten, was ich jetzt ehrlich gesagt nicht so ganz verstehe, aber die Go Press läßt sich mit den Metal Dies benutzen, die Ihr zu Hause habt. Für mich das absolute Killerargument, denn ich habe viiiieeeele Stanzen und die kann ich jetzt alle hiermit verwenden – das find ich mega! Ach so: eine Gebrauchsanweisung auf deutsch ist auch dabei – auch wenn ich ein genügendes fremdsprachliches Verständnis habe, finde ich das ehrlich gesagt immer ganz gut.

Um das Teil zu benutzen benötigt man übrigens eine Stanzmaschine wie Big Shot, Cuttlebug, Evolution etc. .

Go Press and Foil Prägeform Ananas

Und weil die Frage vermutlich gleich als nächstes kommt: nein, die Minc Folien lassen sich nicht mit der Go Press and Foil verwenden, wohl aber die Folien vom Heat Wave Tool (Ihr wißt, der bekloppte Stift von WRMK, der nicht wirklich tut was er soll…). Der Unterschied ist, daß die Folien, die hier benötigt werden, die Heißklebe schon enthalten, während bei der Minc der Toner der Motive beim Erwärmen als Klebstoff fungiert.

Heißfolieren mit Go Press

Ok, ich habe mich also in die Versuchsbeschreibung eingelesen und mir das Gerät genau beguckt. Was soll ich sagen? Meine erste Assoziation war: Tischgrill! :-D :-D :-D

Man steckt den Stecker in die Buchse, drückt den Schalter und die grauschwarze Platte erwärmt sich. Bei ausreichnder Wärme wechselt das Kontroll-Lämpchen die Farbe nach grün. Das geht ziemlich schnell, zwei oder drei Minuten vielleicht. Nun wird die Prägeform mit der Musterseite nach oben auf die Platte gelegt und sozusagen vorgebacken. Ich habe mich beim ersten Versuch schon gefragt, was ich da eigentlich gerade mache…

Go Press Anleitung

Die Linien auf der Heizplatte helfen einem, Motive und Papier gerade auszurichten. Ganz ehrlich: man muß das ein paar Mal üben – auch dieses ist kein Tool, daß man auspackt, sich ein Youtube Video ansieht und dann ist man Profi… Aber wenn man sich zwei Stündchen Zeit nimmt, das Teil kennen zu lernen! Spielzeug will bespielt werden. Ist einfach so.

Gut, die Ananas hat Betriebstemperatur erreicht und wird dann belegt. Ein Stück Folie, möglichst passend zu Form, mit der schönen Seite nach UNTEN und darauf das Papier, das Foliert werden soll. Abschließend noch einen oder zwei Bogen Cardstock, um genügend Druck aufzubauen und den Deckel zu schützen. Und dann zieht man die Platte mit dem Materialsandwich aus der Halterung und kurbelt alles durch die Big Shot. Oder was immer Ihr da so zu Hause habt.

Auch das ist beim ersten Versuch vermutlich nicht gleich das Meisterstück, ich jedenfalls habe den ersten Anlauf ziemlich versemmelt. Aber dann:

selbst folieren mit Go Press and Foil

Wie oben ja schon angedeutet – ich habe bereits einiges ausprobiert und ich mag meine Minc sehr, aber so ein gleichmäßiges und exaktes Ergebnis habe ich bisher nicht selbst erzielen können.

Die Abdrücke oben, die da eigentlich nicht sein sollten, sind entstanden, weil ich die Folie zu groß geschnitten hatte und der Druck auch etwas zu stark war. Wie gesagt – ums Testen kommt man bei der Go Press nicht herum, aber es lohnt sich! Meine späteren Versuche sind nahezu perfekt gelungen.

Go Press mit Heat Wave Folie

Hier habe ich die Heat Wave Folie verwendet, die sich nicht ganz so gut mit dem Papier verbunden hat, was aber ehrlich gesagt auch am Benutzer gelegen haben kann. ;-)

Doch kommen wir zu dem, was mich am meisten gereizt hat, nämlich mit dem bereits vorhandenen Werkzeug zu arbeiten. Als nächstes habe ich eine Stanzform zum Folieren verwendet. Ich war wirklich skeptisch, ob das klappen würde. Aber seht selbst:

Mit cutting dies folieren

Ein total gleichmäßiger und super filigraner Abdruck – wie geil ist das denn wohl bitte?

Ich überlege gerade, das auf Aquarellpapier auszuprobieren und das Motiv dann zu colorieren… Für Tags oder vielleicht PL Karten… Ganz gefährlich, wenn die Ideen erstmal kommen, sind die Tage immer viel zu kurz!!

Interessante  DIY Embellis könnt Ihr damit auch herstellen: Holzteilchen oder Chipboardelemente können ganz einfach foliert werden!

Chipboard folieren

Meine ersten Gehversuche (inklusive der Anfängerfehler) habe ich übrigens in einem Video festgehalten. Hier könnt Ihr noch einmal ganz genau sehen, wie die Go Press benutzt wird.

 

Mittlerweile habe ich ein bißchen aufgerüstet – es gibt tolle Folien dafür in bunten Farben, matt und glänzend und vermutlich werden in Kürze die metallenen Embossingformen auch in Deutschland leichter zu haben sein. Bisher habe ich bei den hiesigen Shops erst eine kleine Auswahl gefunden. Auf jeden Fall halte ich Euch hier auf dem Laufenden. :-D

EDIT: 24. Januar 18

Zwischenzeitlich habe ich mehrere Anfragen bekommen, ob die GoPress auch mit der „Gemini“ kompatibel sei? Ganz ehrlich – ich habe keine Ahnung, denn ich besitze und kenne zwar eine ganze Menge Maschinen, aber nicht alle. Fragt doch einfach mal bei Crafters Companion nach, die wissen da vielleicht mehr als ich. :-)

Kreativsüchtig