Jahresprojekt | März

Memorydex und Cutfile

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Puh, jetzt sind doch wieder ein paar Tage mehr als ursprünglich geplant seit meinem letzten Post vergangen. Dabei stand es die ganze Zeit auf der to-do-Liste, denn ich weiß, daß einige von Euch ganz sehnsüchtig auf das Monats-Cutfile warten. Hier bin ich also, frei nach dem Motto “besser spät als nie” und gelobe Besserung – was sich leicht versprechen lässt, denn für April bin ich mit meinem Jahres-Dex aktuell auf Stand. Hier war es in den letzten Tagen eher der Garten, der mich ins analoge Leben und vom Rechner weg gelockt hat, denn das Projekt Gemüsebeet geht in die zweite Runde. Nachdem es mir letztes Jahr solchen Spaß gemacht hat, weil ich doch die genialen Hochbeete bekommen habe, und endlich rückenschonend pflanzen und pflücken kann, gab es jetzt kein Halten mehr, als das Wetter hier bei uns im Norden den Startschuss gegeben hat…

Aber das ist ja quasi schon das nächste Kapitel in meinem Memorydex, heute geht es erstmal um den letzten Monat, den März:

Cutfile März

Und ja, das war echt ein irrer Monat. Ein stressiger Monat. Ein arbeitsreicher Monat. Ein Monat mit viel Improvisation und auch ein sehr erfolgreicher Monat. Könnte ich jetzt kurz mal eine Woche Urlaub haben, bitte? ;-)

Memorydex statt Minialbum

Was mir aktuell echt am meisten auf den Keks geht, ist, daß ich langsam merke, wie auch meine Reserven sich aufbrauchen. Normalerweise ist es so, daß mich, solange ich mit mir und meinem Mikrokosmos im Einklang bin, nicht so schnell etwas wirklich aus der Bahn werfen kann. Ausnahmesituationen können wir, Einschränkungen können wir auch und ich neige dazu, einfach für das dankbar zu sein was ich habe und nicht über die Dinge zu jaulen, die aus welchen Gründen auch immer gerade eher nicht gehen. Umso anstrengender finde ich es, daß mich einige Dinge so sehr triggern. Schnupfenpläne, Coronafahrpläne, Fern-, Wechsel- oder kein Unterricht, Inzidenzen von 30, 60 oder 95 Grad… ach nee, das war was Anderes.

Versteht Ihr, was ich meine? Ich halte mich wirklich für einigermaßen flexibel, aber täglich neues kluges Geseier, was nun gerade der Heilige Gral in Coronaland ist, kann ich langsam nicht mehr ertragen. Es wäre so erfrischend, wenn mal jemand den Arsch in der Hose hätte zu sagen: sorry, wir wissen nicht, was wir tun. Das würde niemanden weiter bringen, aber es wäre echt mal eine Alternative zu dem ganzen verlogenen Gelaber. Es geht mir einfach nur noch auf den nicht vorhandenen Sack! Immer, wenn eine E-mail aus einer der drei Schulen kommt, in denen irgendein Bullshit steht, der sich am Ende sowieso nicht umsetzen lässt, möchte ich jemanden hauen. Also vorzugsweise den, der den Mist verzapft hat.

Zum Beispiel bei den Tests in den Schulen – immerhin hatte eins meiner Kinder in den beiden Wochen vor Ostern “Wechselunterricht”, was hier bedeutet, daß jeden zweiten Tag vor Ort die halbe Klasse beschult wird, also de facto eine Woche Unterricht… – da hieß es dann zuerst: ab nächster Woche sollen wir testen, wir überlegen jetzt mal, wie wir das machen. (Da kann ich schon ausrasten. Das kam ja ungefähr so plötzlich wie Weihnachten?!) Nächste Mail: Ihre Kinder werden nächste Woche morgens vor dem Unterricht getestet. Nächste Mail: Wir testen dann immer nach dem Unterricht, beginnend morgen. Und, wer rät, wie oft irgendwer getestet wurde? Wuuuuzaaaaa….

Kann man nicht einfach sagen “sobald wir Tests vor Ort haben, tun wir was wir können”? Stattdessen Infoblätter mit seichtem Gesülze unserer Bildungsministerin, die außer “es ist für alle eine schwere Zeit” nicht viel Greifbares enthalten. Meine Güte, wie gut daß es “nur” Corona ist. Stellt Euch mal vor, Deutschland müsste einen Krieg führen?

Sorry, jetzt ist es schon wieder mit mir durchgegangen. Vermutlich geht es Euch ja auch nicht anders.

Kreativsüchtig Magazin

Neben all dem Alltagswahnsinn war die größte Aufgabe im letzten Monat für mich die Umsetzung des Magazins. Nachdem die meisten Inhalte fertig waren und die Deadline für den Druck näher und näher rückte, musste ich mich dann in die Materie hineinfinden und den Aufbau des Heftes planen. Glücklicherweise musste ich das Rad ja nicht neu erfinden und ich konnte zuvor ja auch mehr als einmal bei Julia über die Schulter schauen und hatte deshalb eine Idee, wo ich hin wollte – aber ganz ehrlich: zwischendurch wollte ich einmal kurz das Handtuch werfen! Aber dann hat es irgendwann “klick” gemacht. Routine sieht natürlich anders aus, aber ich weiß jetzt fürs nächste Mal Bescheid.

Pausenwrap

Auch sowas gehört zwingend festgehalten: die Jungs waren zwischendurch im Wrap-Wahn!! Also habe ich morgens noch mit verquollenen Augen Salat und Thunfisch und Mais zu Rollen verarbeitet um den Tagesbedarf zu bedienen. Manchmal bin ich ja auch eine gute Mutti…

Memorydex Jahresprojekt

Auch ganz toll… Mit Christine von Create A Smile Stamps hatte ich ein ausgiebiges Zoom-Gespräch rund um das Thema “Plagiate” für ein Kurzinterview für das Magazin. Also das wurde dann eher ein Lang-Interview und am Ende dann kein Interview, sondern ungewollt nur ein Monolog. Da war ich leider doch nicht schlauer als die Technik und habe nur meine eigene Tonspur aufgenommen… Das sind ja auch solche Momente, wo ich gerne in die Tischkante beißen möchte. Naja, am Ende haben wir es dann anders gelöst und ein Video zu dem Thema hat sie gerade heute online gestellt. Also zu den Plagiaten, nicht zu meiner Technik-Honk-Aktion. ;-)

Memorydex

Ach huch… Ich halte an dieser Stelle meine Klappe. Denn egal, was man vom Impfen halten mag, generell oder eben jetzt akut, das was da in der Planung, Logistik und Kommunikation passiert, das sollte sich mal ein selbstständiger Unternehmer erlauben. Der würde ins Jenseits verklagt werden, innerhalb eines Wimpernschlags. … ich wollte den Mund halten. (PULS!!!)

Klartextstempel das neue Normal

Und das gehört ja sicher für viele von Euch auch zur täglichen Routine dazu: morgens erstmal gucken, wie sich der ganze Spaß gerade regional entwickelt, um abschätzen zu können, ob ich diese Woche nochmal etwas mehr arbeiten muss, weil ich nächste Woche dann wieder die komplette Brut betreuen kann? Also gut, das klingt jetzt auch wilder als es ist, denn die Jungs sind ja mittlerweile groß und es ist nur Paul, der begöschert werden muss. Ist aber Wurscht, ich schaffe dann trotzdem nix.

Memory Dex

Manchmal gibt es ja auch Tage, da merkt man schon beim Aufstehen, daß man eigentlich liegen bleiben sollte. Nachdem ich morgens den Wecker überhört und danach das Kind im Schweinsgallopp zur Schule gejagt hatte, dufte ich mit einem netten Mitarbeiter der Krankenkasse ein ausgiebiges Gespräch über den Sinn und Unsinn von Spezialschuhen für Orthesen führen, die klugerweise aus dem Hilfsmittelkatalog gestrichen wurden. (Das wäre auch ein eigenes Posting wert, was für ein Irrsinn!) Das natürlich, während ich schnell nebenbei einen Artikel für das Heft improvisierte, weil das Paket mit dem versprochenen Sponsorenmaterial aus Übersee nicht ankam. Das Projekt habe ich dann vor lauter Aufregung natürlich im ersten Anlauf versemmelt und weil das nicht reichte, habe ich dann noch mit einem motivierten Schwung, als ich beschlossen hatte, daß der Tag vielleicht doch eher für eine Pause geeignet wäre, eine Dose Stecknadeln in der Gegend verteilt… Wenn es läuft, dann auch richtig!

Memorydex

Hausaufgabe: lustiges Freundschaftsbänder knüpfen… Oh mann. Muss man den armen Jungen denn so bestrafen?? ;-)

Memorykeeping

Einen Boxsack hätte ich nach den aufregenden Tagen gut brauchen können. Passte aber spontan nicht so. Aber lieb, wenn einem der Freund dann formschöne Stressbällchen spendiert. *schlapplach*

Memorydex

Aber am Ende zahlt sich Durchhalten eben doch aus: Magazin Nummer 8 ist pünktlich in den Druck gegangen!

Klartextstempel

Und als das dann endlich erledigt war, war es mir, als hätte man mir den Stöpsel gezogen. Ich habe ungelogen zwei Tage lang fast nur geschlafen, meist mit Katze auf dem Bauch. :-) Der da so frech in die Kamera gähnt ist übrigens Boss. Was für ein Kerl – ich habe noch nie in meinem Leben so ein ungeschicktes und wenig elegantes Katzentier erlebt! Aber der ist so süß.

Minialbum Workshop

Natürlich habe ich in dem ganzen Durcheinander den Workshop für den April sehr pünktlich fertig gestellt… So auf den letzten Drücker, das ist ja eigentlich auch nicht so meins. Aber es ging diesmal nicht anders. Dafür bin ich mit dem Mini aber richtig zufrieden und Euch gefällt es offenbar auch gut. Scheint, daß wir viel öfter genähte Bindungen machen müssen?

Ich bin so unglaublich dankbar, daß die Kurse so gut angenommen werden! Auch wenn ich inzwischen echt Workshop-Weh habe. Wenn der ganze Wahnsinn irgendwann mal vorbei sein sollte – ich hoffe es so sehr – organisiere ich ein Mega-Crop-und-Workshop-Wochenende wie den Coop in den Mai. Versprochen!

Memorydex

Als bekennende Langhaar-Trägerin hat mich der Run auf die Friseurgeschäfte Anfang März eher weniger betroffen. Meinen Pony lasse ich alle halbe Jahr mal wieder gerade machen, wenn ich es dann zwischendurch versaut habe, aber ansonsten brauche ich das nicht. Aber die Jungs sahen zwischenzeitlich alle aus wie die Beatles! Einmal runter mit der Wolle, wer weiß, wie lange die Frisur diesmal wieder halten muss…

Memorydex

Zur Vorbereitung auf das Treffen mit Oma und Oma zu Ostern, die wir seit Weihnachten nicht mehr gesehen haben, obwohl sie nur eine halbe Stunde entfernt wohnen… echt jetzt mal, ist das nicht alles irre?? Aber was soll’s – wenn sich hinterher alle besser fühlen, finde ich es jetzt nicht so wild, mal ins Tütchen zu rotzen. Vermutlich wird das irgendwann auch zur Routine? Egal, wir nehmen das einfach mit Humor, was bleibt einem denn auch sonst übrig, wenn man nicht durchdrehen will?

Natürlich haben wir es gut, weil wir uns das Leben einfach schön scrappen können. Das ist gerade jetzt so viel wert!! Hier noch der Link zum März-Cutfile.

Cutfile März

Ich bin so froh, daß die Tage jetzt wieder länger werden und die Sonne rauskommt und man an die Luft kann. Also kann man sonst natürlich auch, aber das Rollikind mag es gern zumindest trocken und nicht so eiskalt und ich mag grad gerne nicht erkältete Kinder, weil man dann ja direkt in Erklärungsnotstand kommt und das braucht ja auch niemand.

In diesem Sinne: bleibt gesund und haltet durch!

Kreativsüchtig

6 Kommentare

  1. Silke Bock Antworten

    Ich habe mich gerade bei einer Tasse Kaffee durch alle Vorredner, sorry – Vorschreiber gelesen! Einfach herrlich! Danke allen Schreibern für ihre tollen Texte!!!! Ich musste mehrmals grinsen….Wir strampeln ja alle so einigermaßen unbeholfen durch diese Zeiten und es tut so gut, dass es da draußen noch Menschen mit normalem Verstand gibt, die versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Es ist nicht immer einfach, doch mit etwas positivem Denken können wir das zusammen schaffen. Ein paar Meckerer gibt es immer, muss man sich nicht dran stören !

    Liebe Mel! Danke für die tollen Cutfiles!
    Letzte Woche ist mein erstes memorydex angekommen und gestern hat der plotter gearbeitet, dass es eine Freude war!!! Alle möglichen Kärtchen geschnitten aus den verschiedensten Papieren (tolle Resteverwertung), die nun mit Leben gefüllt werden müssen….. mehr Zeit ist ja nun vorhanden….( für Mamas, deren Kinder schon über 18 sind). Das ist ein tolles Projekt!!!! Ich verschwinde zur Zeit doch zu gerne in mein Bastelreich, da geht es mir gut! Liebe Grüße an alle Kreativsüchtige!!!! Macht es gut!
    Silke

    • Mel Autor des BeitragsAntworten

      Eben, ich denke auch, gerade in so bekloppten Zeiten wie aktuell gerade, muss man dafür sorgen, daß man tut, was einem guttut. Wo geht das besser als im Bastelreich? ;-)
      Ich danke Dir für die lieben Worte.
      GLG,
      Mel

  2. HirschEngelchen Antworten

    Liebe Mel,
    ich habe hier gerade beim Lesen auch das eine ums andere Mal lauthals loslachen müssen. Zwar bin ich kinderlos und daher was all das Gedönse um den momentanen Schulbesuch (virtuell oder präsidentiell – präzendenziell – inzidenziell…. oder wasauchimmer…) nicht betroffen. Aber ich beobachte diesen Irrsinn natürlich auch und frage mich jeden Tag wie ein normaler Mensch sich überhaupt noch vernünftig organisieren soll in dem Durcheinander… Ich ziehe alle meine Hüte vor Familien und besonders Alleinerziehenden, die das momentan durchstehen müssen, ohne total am Rad zu drehen. Ich gebe dir absolut Recht, daß “die da oben” offenbar selbst keinen echten Plan haben, aber auch nicht den Mumm, das einfach mal zuzugeben. Oder durchzugreifen, wenn mal wieder ein paar Verwirrte Fakten leugnen oder sich durchklagen, nur um nach 21 Uhr noch ihrem Hobby (Sonnenuntergangsfotografie z.B.) nachgehen zu können… Ich pack’s nicht…
    Auch ich bin inzwischen – trotz persönlich sehr komfortabler Lage mit eigenem Haus und Garten und sicherer Vollbeschäftigung – echt #mütend (um mal diesen Hashtag zu bedienen). Ich schwanke zwischen Erzürnung über Irrsinn aller Art im Umfeld der Pandemie und der Ermüdung über die nicht enden wollenden Kaugummitaktikten, mit denen da versucht wird, die Leute in den Griff zu bekommen.
    Am Schlimmsten jedoch ist der offensichtlich gewordene Verlust (oder war sie nie da?) von gegenseitiger Rücksichtnahme und gesundem Menschenverstand (letzteren habe ich sowieso vor Langem schon als auf der roten Liste stehend identifiziert). Mir ist nach Decke über den Kopf ziehen und Ohren zuhalten.
    Aber nützt ja nix. Es muß weitergehen. Und so schwingen wir uns auch morgen wieder in einen neuen Tag voller Inzidenzen, Tests und Nicht-Tests, Impfungen, Zahlen, Daten, Fakten und Fake News und hoffen einfach, daß wir auch das überleben.
    Herzlichen Dank nochmal für deine erheiternden Zeilen. Das war für mich ein Tages-Highlight.
    Liebe Grüße vom HirschEngelchen
    Anka

    • Mel Autor des BeitragsAntworten

      Hey Anka,
      da bin ich total bei Dir. Die Leute sind zusehends mehr und mehr angespannt und lassen das auch raus. Letzte Woche hat eine beim Gesichtsbuch nach einer Idee für eine Einladung zu einem Kindergeburtstag gefragt und dafür den Shitstorm des Jahrhunderts geerntet, weil Party ja gerade ein Schwerverbrechen ist. Ich habe gedacht, ich gucke nicht richtig?? Wenn man etwas kritisch oder sogar (Gott bewahre!) anders sieht, ist man Querdenker, wenn man zustimmt ist man Schlaf-Schaf – normale Kommunikation Fehlanzeige. Es ist so übel. Aber Hauptsache man reist jetzt von Süddeutschland in die äußerst spannende Stadt Eckernförde an der Ostsee, weil man da jetzt schick Essen gehen kann. Finde den Fehler. Menschen…
      Alle bekloppt!
      Aber solange wir noch lachen können, ist vielleicht nicht alles verloren. ;-)
      GLG,
      Mel

  3. Christiane Riegel Antworten

    Hey liebe Mel,
    man… wir zwei beiden kennen uns zwar nicht, aber (!!)) ich bin ein großer Fan von Dir. Und als Dein Fan muss ich Dir nun mal etwas sagen:
    Ich bin mega stolz auf Dich und ziehe den Hut vor Dir, weil Du das alles oooo toll machst. Allein den ganzen Schei….mit 3 Schulen. Unsere Kinder sind erwachsen und längst selbstständig, gut so. Nur deshalb war mir das nie so klar, was das für ein Stress sein muss, 3 Schulen, puh…Ich schaue im Fernsehen nur noch ab und zu etwas über Corona, ach, ich kann das Wort schon nicht mehr hören…Aber durch Deinen Beitrag hier, ist mir doch einiges klar geworden.

    So, nun geh ich ins Bastelzimemr und werkel noch ein wenig…ich muss noch etwas “Gutes” haben in diesen komischen Zeiten.
    Ich drück Dich und sende Dir eine Umarmung
    Chrissi

    • Mel Autor des BeitragsAntworten

      Huhu Chrissi,
      1000 dank für Deine lieben Worte. Ich mache ja immer schon Witze: ein Jahr Pandemie – und meine Kinder sind noch immer vollzählig. Ich möchte einen Orden!! :-D

      Aber ich muss auch ein bißchen Gas rausnehmen, denn wir sind hier wirklich die Letzten, die sich beschweren sollten: Ich lebe mit den Jungs in einem großen Haus, wir haben einen Garten, wo wir selbst im härtesten Quarantänefall an der Luft sein könnten, jeder ist technisch soweit ausgestattet, daß theoretisch unterrichtstechnisch alles machbar wäre – da gibt es ja ganz andere Schicksale. Und ich hoffe sehr, daß ich in ein paar Jahren durch mein Dex stöbere und sagen kann “wow, das war eine verrückte Zeit”.

      Und wenn ich ehrlich bin, gefällt mir auch Einiges am “neuen Normal”. Ich mag es, wenn einem nicht jeder im Laden auf die Pelle rückt (ich bin einfach echt norddeutsch…). Und daß mir nicht ständig jeder sagt, was ich alles unternehmen muss, weil ich doch mal raus müsste. Ich muss mich nicht mehr wie eine Außerirdische fühlen, weil ich nicht gerne ins Kino oder shoppen gehe und Großveranstaltungen hasse. Und daß andere Eltern endlich mal gezwungen sind, ihre kranken Kinder nicht in die Betreuungs- und Bildungseinrichtungen zu schicken, bevor sie wieder richtig fit sind, weil es eben viel wichtiger ist, für seinen Chef da zu sein, das finde ich richtig gut!! Und ich denke, da ist noch viel mehr Potential drin. Jeder will zum Beispiel Umweltschutz, aber alle wollen regelmäßig um die Welt fliegen. Jetzt ist mal Zwangsbremse und wir leben trotzdem noch. Veränderung ist nie bequem, aber jetzt ist doch ein guter Zeitpunkt dafür. Und daß wir menschliches Zusammensein mal wieder neu bewerten und eben nicht alles als selbstverständlich wahrnehmen, das ist doch auch eigentlich gar nicht nur schlecht?

      Und solange genügend Papier im Haus ist… ;-)

      Ich drück Dich zurück!
      Mel

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