#einfachmachen – das erste Kreativsüchtig Magazin

Oder auch: wie mache ich eine eigene Zeitschrift? 🙂

Eigentlich bin ich kein Freund von Rückblicken, weil ich doch lieber vorwärts gerichtet lebe. Aber manchmal passiert einfach etwas, das einen noch ein bißchen mit dem Kopf in der Vergangenheit hält, das einem das Herz nachhaltig so füllt, daß es doch noch einen späten Bericht wert ist, auch wenn meine liebe Julia in ihrem Blogbeitrag zum Kreativsüchtig Magazin schon fast alles Wichtige  gesagt hat.

Die Idee, wie für mich eine Scrapbooking-Zeitschrift aussehen könnte, wenn ich die Möglichkeit hätte das zu bestimmen, hat sich schon vor geraumer Zeit in meinem Kopf eingenistet und ist dann ganz langsam und stetig vor sich hin gewachsen, bis der Tag kam, an dem ich WUSSTE, daß die Zeit nun reif war. Wovon ich allerdings so richtig gar keine Ahnung hatte war, wie man denn wohl eine Zeitschrift tatsächlich macht? Aber was sowas angeht, bin ich ja nicht so. Erstmal loslaufen und darauf vertrauen, daß sich alles Andere dann schon ergibt. Vielleicht mag ich deshalb nicht gern zurück blicken, denn wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, muß ich schon den Impuls unterdrücken, mir selbst den Vogel zu zeigen…

Ich wollte ein vielseitiges Heft, mit Fotos, großen Fotos! Hell. Und mit Anleitungen. Und Themen links und rechts vom Tellerrand. Mit Mehrwert für alle, die daran beteiligt sind. Und vor allem: mit Herzblut!

Deshalb gibt es beim Kreativsüchtig Magazin auch einige Dinge ganz bewusst NICHT. Ein festes Redaktions- oder Designteam oder wie immer man das nennen mag. Oder ein festgelegtes Erscheinungsdatum. Und schon gar kein Abo!

Oh, diese leidige Abo-Nummer… Ich kann gar nicht zählen, wie viele Nachrichten wir erhalten haben, mit dem Wunsch, die Zeitschrift zu abonnieren. Und das, bevor das Heft überhaupt im Handel war! Unfassbar. Natürlich ehrt uns das Vertrauen, aber ganz ehrlich: ich möchte keine Zeitschrift machen, die dann bei jemandem im Briefkasten landet, weil derjenige vergessen hat sie abzubestellen. Ich möchte, daß unsere Leser sich jedes Mal neu und bewußt dazu entscheiden, daß sie dieses Stückchen papiergewordene Arbeit und Zeit und Leidenschaft haben zu wollen. Alles Andere ist mir leider viel zu einfach.

Ich möchte mich auch jedes Mal neu und bewußt dazu entscheiden, das Heft machen zu wollen. Etwas nur zu tun, weil man denkt, daß das von einem erwartet wird, kann eine glühende Liebe schnell zu einer belastenden Verpflichtung werden lassen und dazu ist mir die Sache viel zu wichtig.

Nun gut, das ist mein persönlicher Spleen, wie man hier bei uns im Norden so schön sagt. Das darf man, wenn man Bestimmer ist. 🙂 Und Julia ist da zum Glück auch voll und ganz bei mir.

Das ist so toll – sie kann die Ideen, die in meinem kleinen Hirn so rumspuken immer gleich vor ihrem inneren Auge SEHEN und schafft es mit ihrer Detailverliebtheit allem noch das Sahnehäubchen zu verpassen! Und so haben wir uns dann durch die Vorbereitungen für das erste Heft gearbeitet und unser gemeinsames Baby zum Leben erweckt. Zusammen mit den kreativen Mädels, die uns die Inhalte zugearbeitet haben und den Shops, die an das Projekt geglaubt und diesen riesigen Berg Papier verkauft haben, so, daß die erste Ausgabe ratzfatz hier verschwunden war.

Das ist schon ein komisches Gefühl, wenn der Speditionsmensch einem plötzlich zwei Paletten auf die Auffahrt knallt und alles auf einmal ECHT ist! Es hat einige Tage gedauert, bis das Ersatunen über die eigene Courage gewichen ist und der unbändigen und tief empfundenen Freude über das Geschaffte Platz gemacht hat. Verrückt oder?

Natürlich gab es auch Einiges, das nicht sofort rund gelaufen ist. Diese Punkte haben wir uns gemerkt und dadurch eine Menge dazu lernen dürfen. Kleine Mißerfolge ärgern einen, also mich auf jeden Fall, aber sie bieten die beste Gelegenheit seinen Blickwinkel zu überdenken und selbst BESSER zu werden, daran zu wachsen. Ich sehe niemals Stolpersteine, sondern immer eine Sprung-Hilfe.

Also, wie man denn nun eine Zeitschrift so wirklich macht, verrate ich Euch dann eines Tages, wenn ich selbst dahinter gestiegen bin. Aber die wichtigste Zutat ist die Vision. Das Ziel. Nicht links und rechts zu gucken und sich von tausend klugen Ratschlägen ablenken lassen, sich nicht verlocken zu lassen, es Anderen Recht machen zu wollen, sondern der eigenen Vorstellung zu folgen und darauf zu vertrauen, daß das was man da gerade tut das Richtige ist.

Einfach mal machen!

Wir wollen mit dem Magazin nicht nur inspirieren und unterhalten, wir wollen auch zusammenführen, Grenzen aus Köpfen radieren und mit allen, die daran teilhaben mögen, die Kreativität und das tollste Hobby der Welt feiern!

Und während Ihr das hier lest, sind wir natürlich schon fleißig dabei, eine zweite Ausgabe auf den Weg zu bringen. Viele kreative Mädels haben schon für uns Schere, Kamera und Pinsel geschwungen und langsam aber sicher nimmt Magazin Nummer zwei Form an. Ein bißchen wird es aber noch dauern, bis es fertig ist . Wenn wir auf die Zielgerade einbiegen, werden wir auf jeden Fall wieder lautstark auf unserer Facebookseite Alarm schlagen, damit Ihr es nicht verpasst! 😀

2018 hält viele neue Ideen und Projekte bereit – packen wir sie an!

Kreativsüchtig

12 Kommentare

  1. Heidi - Papperlapier Antworten

    Hach, Mel, jaaaaa! Genau so! Und genau deshalb ist die erste Ausgabe auch so wunderbar geworden. Und ich habe keine Zweifel daran, dass alle weiteren, wie viele und wann auch immer, ihr in nichts nachstehen werden! Yay!!!! Gruß & Kuss, Heidi

  2. Barbara Antworten

    Liebe Mel,

    ganz wunderbar geschrieben. Ich bewundere den Mut sich auf so etwas ganz Neues einzulassen. Und ich kann mir aber ganz gut vorstellen, wie es sich anfühlt wenn die Theorie papiergeworden auf Paletten im Hof steht. Ich freue mich schon auf Eure zweite Ausgabe.
    Ganz liebe Grüße!
    Barbara

  3. Tanja Antworten

    Liebe Mel, danke für diesen ehrlichen Bericht. Das mag ich an dir, das du dich nicht verbiegen lässt und ehrlich deine Meinung kundtust. Nichts muss und alles kann. Wunderbar!
    Das es kein Abo gibt, ist für mich nicht schlimm, aber natürlich dann immer mit einer Bestellung verbunden und dann landen so viele andere Dinge in meinem Warenkorb, obwohl ich doch eigentlich nur das Magazin haben wollte und…..Moment! Du bist also demnächst Schuld, wenn ich Material bestellen muss *grins*
    Das es kein festes Designteam gibt, finde ich wunderbar. Denn nur so kann jede Ausgabe,die da hoffentlich kommen mag, etwas besonderes werden und vor allem bleibt es interessant. Wenn ich bei diversen Shops auf dem Blog die Werke des DTs sehe, weiß ich mittlerweile schon vorher, von wem welches Werk ist. Weil es immer das gleiche ist. Weil es immer die gleichen Leute sind.
    Bleib so wie du bist. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe!
    Liebe Grüße….Tanja

    • Mel Autor des BeitragsAntworten

      Ach Du Liebe, ich finde, wir sind jetzt auch langsam in einem Alter, wo wir uns verdient haben, und nicht verbiegen zu lassen. Das beschert einem zwar nicht immer Freunde, aber die die damit umgehen können sind umso mehr wert. 🙂
      GLG!!

  4. einfachamarie Antworten

    So schön wie ihr da beide mit Herzblut dabei seid! Und ich befürworte KEIN abo…dann wäre es irgendwann langweiliger einheitsbrei. Macht einfach so weiter. Freue mich schon auf die nächste Version.

    • Mel Autor des BeitragsAntworten

      🙂 Einheitsbrei wäre der Horror! Wo ich doch immer Vielfalt propagiere. Sollte ich da eines Tages vom Weg abkommen bitte ich um einen gescheiten Tritt gegen das Schienbein!

  5. Julia Antworten

    Meine liebste Mel,
    ich könnte mir keinen besseren „Partner in Crime“ für genau dieses Herzensprojekt vorstellen!!! <3
    Bin so froh das es dich gibt und das wir die selbe Vision teilen!
    Bist die Beste! Dicker Drücker! :*

  6. Menny Antworten

    Hallo Mel,

    eine schöne Zusammenfassung, manchmal muß man eben ein bisschen verrückt sein und den eigenen Weg gehen. Ich mag eure Zeitschrift und freue mich riesig auf die zweite Ausgabe. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei.
    Liebe Grüße,

    Mandy

    • Mel Autor des BeitragsAntworten

      Huhu Mandy,
      das ist schön zu hören, will sagen: zu lesen. <3
      Und ich kann auf jeden Fall schonmal versprechen, daß die zweite Ausgabe mindestens genauso toll wird wie die erste.
      GLG!!

Ich freue mich immer über ein paar liebe Worte von Dir!